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03.03.2020

„Dark Eden“ gewinnt Grimme-Preis 2020

Die Umwelt-Doku „Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl" gewinnt den 56. Grimme-Preis in der Kategorie Information & Kultur. Das gab das Grimme-Institut heute, am 3. März, bekannt. „Dark Eden" thematisiert eines der größten Umweltverbrechen unserer Zeit: die Erdölgewinnung im kanadischen Fort McMurray. Dort recherchierte Regisseurin Jasmin Herold zwei Jahre lang und verliebte sich in ihren späteren Co-Regisseur Michael Beamish, der an den Folgen der Umweltkatastrophe erkrankte. Für ihren sehr persönlichen Dokumentarfilm erhalten die beiden den Grimme-Preis für Buch und Regie. Andreas Köhler (Kamera) und Martin Kayser Landwehr (Schnitt) werden ebenfalls geehrt. Die Preisverleihung findet am 27. März in Marl statt und wird von 3sat zeitversetzt ab 22.40 Uhr im TV ausgestrahlt. Der Grimme-Preis wird jährlich vergeben und zählt zu den renommiertesten deutschen Fernsehauszeichnungen.

Jurybegründung: »„Dark Eden" ist ein eindringlicher Beitrag über eine menschengemachte Katastrophe – und darum sind Menschen sein Mittelpunkt: Es sind die selbstgefällige Maklerin und der gewissensgeplagte Priester, der dankbare Aufsteiger aus Deutschland und der mit den Scheuklappen des Fanatismus ausgerüstete Fracking-Befürworter. Den Film vor allem als Porträt- und Charakterstudie zu gestalten, schenkt ihm eine fesselnde, mitunter gar unterhaltsame, ja heiter-schwarze Dramaturgie – und dem Betrachter zugleich immer wieder die Chance, selbst zweifelhafteste Positionen und Haltungen zu verstehen. Wollen wir käuflich werden oder arm bleiben? Ab welchem Jahresgehalt schließt ein Mensch die Augen vor der selbst herbeigeführten Zerstörung?«

Mehr zum Film:

Im kanadischen Fort McMurray liegt eines der größten und letzten Ölvorkommen unseres Planeten. Wie magisch zieht das „schwarze Gold" Menschen aus aller Welt an. Denn mit dem Ölsand lässt sich so viel Geld verdienen wie nirgend woanders. Doch der Preis ist hoch: Die aufwändige Gewinnung des Öls aus dem Teersand setzt lebensgefährliche Stoffe frei, die Natur, Tiere und Menschen vergiften. Alles andere also als ein Paradies! Ausgerechnet an diesem verlorenen Ort findet Regisseurin Jasmin Herold die große Liebe, ihren späteren Co-Regisseur Michael Beamish. Doch als Michael schwer erkrankt, sind die beiden plötzlich unmittelbar betroffen. Ihr eigener Albtraum beginnt.

„Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl" ist eine Produktion von MADE IN GERMANY in Koproduktion mit ZDF/3sat. Gefördert durch Mitteldeutsche Medienförderung, Film- und Medienstiftung NRW, Kuratorium junger deutscher Film, Kulturstiftung Sachsen und DFFF. Im Verleih von W-film.

Weiterführende Links und Informationen:

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